Musik, die auf Drones basiert, hat etwas Hypnotisches an sich; sie lebt von Dauer, Textur und Trance und kann den Geist weit wegführen. Water Damage, ein Kollektiv aus Austin, ist eines der eindrucksvollsten Beispiele für diesen Drone-Ansatz. Getreu ihrem Motto „Maximal Repetition Minimal Deviation“ baut die Gruppe weitläufige Klangteppiche aus obsessiven Wiederholungen und langsamen Mikro-Variationen auf. Ihre Musik schreitet wie ein langer, kontinuierlicher Satz voran: eine hypnotische, abrasive und immersive Klangmasse, die einem unsichtbaren Fluchtpunkt zu folgen scheint, ohne jemals von ihrem Kurs abzuweichen.
Die Mitglieder sind allesamt Veteranen so unterschiedlicher Projekte wie Spray Paint, Black Eyes, USA/Mexico, more eaze, Thor & Friends, Marriage, SUR oder auch Astral Spirits Records. Anstatt sich an einen starren formalen Ansatz des Drone-Genres zu halten, lassen sie ihre Klangtexturen zerfallen, durchzogen von unvorhergesehenen Klangereignissen, die die Oberfläche des Stücks aufbrechen. Und genau in dieser Spannung treffen ihre unterschiedlichen Ansätze aufeinander und verflechten sich auf offensichtliche Weise. Am 16. Mai veröffentlichte die Supergroup das Album „Instruments“ bei 12XU Records, auf dem sie zwei neue Mitstreiter begrüsst: Patrick Shiroishi am Baritonsaxophon und David Grubbs an der Gitarre, für vier zwanzigminütige „Reels“.
Live verwandelt Water Damage die Wiederholung in einen tranceartigen Zustand. Die Band kann ein und dasselbe Riff über Dutzende von Minuten hinziehen, wobei sich nur minimale Variationen ergeben. Zunächst faszinierend, fast verwirrend, zieht ihre Musik den Zuhörer oder die Zuhörerin schliesslich völlig in ihren Bann. Die Orientierungspunkte verschwinden nach und nach, der rationale Raum löst sich auf, der Geist leert sich und es bleibt nur noch das Gefühl, im Klang zu verschmelzen.
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