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Mutig, gewagt, riskant. Drei Adjektive die Gaye Su Akyols neustes Album “Anadolu Ejderi”, übersetzt Anatolischer Drache, beschreiben. Die Lyrics sind eine aufregende, riskante Entdeckungsreise über die Politik der heutigen Türkei. In einem Umfeld, in welchem die weibliche Leidenschaft und Sexualität politisch unterdrückt wird, bringt Gaye dennoch ihre tiefliegende Flamme zum Ausdruck.
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Aufgewachsen als Fan von Kurt Cobain und Selda Bağcan, greift Gaye Su Akyol die anatolische Folklore mit ihren östlichen Melodien und ungeraden Rhythmen auf und stattet sie mit rockig-psychedelischen Stimmungen aus. Die Tradition wird zerpflückt und mit Nirvana und Spaghetti-Western erweitert. Was dabei entsteht, hat Rauschwirkung – man könnte es türkischen Surf-Rock nennen. Die Künstlerin aus Istanbul lanciert damit so etwas wie den Aufstand gegen den kulturellen Konservatismus in der Türkei.
Bevor wir uns den hypnotisierenden Melodien von Gaye Su Akyol zuwenden, bietet dir Fri-Son zuerst eine kräftige Dosis authentische Musikgeschichte - fesselnder als jeder Musikunterricht!
DJ, Musiker und Kulturaktivist Tuncay Acar, aufgewachsen in München und Istanbul, erforscht die Tiefen des Norientalismus, springt er musikalisch über alle kulturellen, ethnischen und geographischen Grenzen hinweg. Sein Ziel dabei ist es, die Dominanz von Identitätskonzepten in der Tanzmusik aufzubrechen! In seiner Sonic Lecture beleuchtet er den "Turkish Psychedelic Rock" der turbulenten 60er und 70er Jahre in der Türkei, hinterfragt moderne Musikmarketing-Begriffe wie "Turkish Psychedelic" und"Anatolian Psychedelic", und enthüllt die Wurzeln der "Gastarbeitersongs" - eine geniale Geschäftsideen der 70er Jahre, die zu Hit-Produkten der damaligen Musikindustrie Europas wurden, aber ihren Weg in den migrantischen Wirtschafts-Underground fanden.
jazzhane ist ein Kulturverein und Konzertlabel, das sich auf Musik, die entlang der Seidenstrasse enstanden, wiederentdeckt und neu interpretiert worden ist, fokussiert. Seit April 2022 haben die Macher*innen mehr als 13 Konzerte, Afterparties, Lesungen, Masterclasses, Workshops und ein wunderschönes Sommerfestival veranstaltet. Mehr als 50 Künstler*innen und Musiker*innen spielten auf verschiedenen Bühnen in Zürich, Basel und Bern .
