Prewn, die auf ihrem Debütalbum „Through the Window“ (2023) ihr ganzes Talent unter Beweis stellt, etabliert sich als einzigartige Stimme der zeitgenössischen Indie-Szene. Mit „System“, das im vergangenen Oktober erschien, offenbart sich die Künstlerin Izzy Hagerup von ganzem Herzen und präsentiert Musik, die zugleich roh und von entwaffnender Aufrichtigkeit ist. Wenn dieses Album auf den ersten Blick den Eindruck vermittelt, kompromisslos zu sein, dann deshalb, weil es nie wirklich für ein breites Publikum gedacht war. Die in Los Angeles lebende Künstlerin beschreibt es als „öffentlich gemachtes Tagebuch“. In neun Titeln zeichnet „System“ einen persönlichen Lebensweg nach, der von Depressionen geprägt ist, aber auch von Momenten des Humors, der Selbstbezogenheit und der Selbstbeobachtung – ein ganz einzigartiges Auf und Ab, das das Ganze zutiefst menschlich und einzigartig macht.
Auf der Bühne entfaltet Prewn die ganze emotionale Kraft ihrer Kompositionen. Ihre Stimme führt das Publikum durch ihr Universum aus experimentellem Indie-Rock und Folk, hin zu einer intimen, warmen und einhüllenden Musik. Die Stücke verwandeln sich, atmen, schwanken zwischen Spannung und Entspannung in einer organischen Dynamik, die von den ersten Tönen an fesselt.
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Golfjugo, das ist die Indie-DIY-Kultur von gestern, übertragen ins Jahr 2026: Gitarrenstücke, in denen die Lebendigkeit der Band in Lärmstürmen widerhallt, mit einem Sound, der den Nebel durchdringt und uns den Weg weist. So entsteht ein Raum für die Zweifel und Geschichten, die wir in uns tragen – und der uns nicht mehr loslässt.
Bei ihren Konzerten streckt die Berner Band die Hand aus und enthüllt ihr einzigartiges Universum: eine Welt voller Kontraste, in der rohe Energie auf Zerbrechlichkeit trifft, in der das Intime nicht einfach nur auftaucht, sondern sanft seine Suche nach Wärme und Vertrauen fortsetzt. Und jedes Mal findet Golfjugo genau das. Durch eine sorgfältig ausgearbeitete Instrumentierung, durch persönliche Erzählungen, die sich durch ihre Stücke ziehen, aber vor allem in diesem Raum, der bei der Begegnung mit dem Publikum entsteht.