©Steve Gullick

Montag 21.05.2018
Only Swiss Show

The Jesus And Mary Chain SCO

Price: 
49.-
Price presales: 
45.-
Doors: 
20h
 
Info Showtimes:
Dedelaylay: 20:30
The Jesus And Mary Chain: 21:45

 

Kombi-Ticket "Rock'n'Sleep" (Konzerttickets + Übernachtung + Frühstück) à CHF 99.-/Person gültig für dieses Konzert

For Fans of: My Bloody Valentine, The Velvet Underground, Slowdive, Primal Scream, Dinosaur JR. A Place To Bury Strangers 
Angry Noise-Pop | Post-Punk 

The Jesus And Mary Chain - Only Swiss Show 

Souveränes Rock’n’Roll-Comeback der 80er-Jahre-Helden

Zu Helden der 80er-Jahre wurden William und Jim Reid nicht nur, weil sie bei ihren Kurzauftritten Bühnen zerlegten, sondern auch weil die Brüder aus dem schottischen East Kil­bride Perspektiven boten. Sie inszenierten Noisepop, härteren Shoe­gaze, klar in Großbritannien beheimatet – aus dem aber Hassliebe zu den USA sprach. Highways, Cowboys, Cadillacs: Rock’n’Roll. Diesen Mythos, nicht die Bühnen, wollten sie untersuchen (oder eben zerlegen). Sie komponieren Songs mit „Rock“ im Titel, wie von Bon Jovi erdacht: „Can’t Stop The Rock“. Nur: Die Reids können das als wahrhafte Mission verkaufen. Schotten auf der Suche nach fremden Roots.

Auch auf dem ersten JAMC-­Album seit 1998 spielt der Westen ­eine entscheidende Rolle. Im beeindruckenden „Los Feliz (Blues and Greens)“ singt Jim Reid: „God bless America, God lives in America, the land of the free“, er führt die Revolution an: „To California, where cities fall down and people burn up their town.“ Eine von vielen Ähnlichkeiten mit dem Vorgänger, „Munki“, und dessen Agit-­Slogans wie „McDonald’s is shit, Burger King is hip“. Mit Produzent Youth verfeinern sie nun diesen eigentümlichen Garage-Country-Sound. Wir hören Americana-Phrasen („Love don’t live here anymore, don’t come knocking on my door“), aber auch Bubblegum-­Reime, die richtig knallen: „If any clan can, the Kennedys can.“ Dabei biedern sie sich nie dem Zeitgeist an. Rave-Rhythmen wie auf „Honey’s Dead“ (1992) passten nämlich ebenso wenig zu JAMC wie Power­rock plus Drumcomputer („Auto­matic“, 1989).

Stringent – und bewundernswert

„I need a hole to put my erection“, nölt Reid, Stöhngesang und kontrollierte Ausbrüche in zu Miniaturen verschlankten Liedern sind ja sein Markenzeichen. Das kann man ermüdend finden – oder eben konsequent und bewundernswert. Das Duo engagierte übrigens mehr Kosängerinnen als in den ganzen 34 Jahren ihres Bestehens: Bernadette Denning, Isobel Campbell, Linda Fox und Sky Ferreira. „You got some­thing hard to find“, schmachtet Denning Reid an. Wie recht sie hat!

Text: Rolling Stone

 

Dedelaylay

From La Chaux-de-Fonds (CDF) (CH)

Dubkraut

Synthétiseurs + Chant :
Benjamin Tenko (Tenko Texas Seduction, Chien mon ami) Batterie + Rototoms :
Steven Doutaz (Autisti, Welington Irish Black Warrior)